Plötzlicher Kindstod. Mythos oder traurige Realität?

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Der Tod in der Wiege

Er kommt häufig in der Nacht und aus vollkommener Gesundheit heraus: Der „Plötzliche Kindstod“ oder auch Sudden Infant Death Syndrome (SIDS) genannt.

Plötzlicher Kindstod ist eine der häufigsten Todesursachen von Kindern im ersten Lebensjahr.

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Baby

Oft gibt es keine Erklärung für den unvorbereiteten Tod und er lässt betroffene Eltern mit vielen ungeklärten Fragen zurück.

Die meisten Fälle treten im Alter zwischen zwei und vier Monaten auf, Jungen sind häufiger betroffen als Mädchen.
In dieser Zeit lernen Eltern ihre Babys gerade erst kennen und sind oft noch unsicher, wie sie mit ihrem Kind umgehen sollen.

Auch wenn der „Plötzliche Kindstod“ die häufigste Todesursache bei Säuglingen ist, sind diese Todesfälle glücklicherweise selten. Es gibt einige Vorsichtsmaßnahmen, die Du dennoch befolgen kannst, um Dein Kind besser zu schützen.

In Deutschland starben 164 Kinder im Jahr 2010 am plötzlichen Kindstod, nach einer Statistik der Bundeszentrale für Gesundheitliche Aufklärung (BZgA).

Die Zahlen sind zum Glück seit Jahren rückläufig.

So starben im Jahr 1990 noch 1.283 Kinder am plötzlichen Kindstod.

In Ländern wie Großbritannien und den Niederlanden wurden die oben genannten vorbeugenden Maßnahmen sogar über das Fernsehen bekannt gemacht mit dem Erfolg, dass die Anzahl der Todesfälle merklich gesenkt werden konnte. In den Niederlanden hat sich etwa die Zahl der plötzlichen Kindstode von 1987 (0,91 ‰ Lebendgeborene) bis 2004 (0,09 ‰ Lebendgeborene) um den Faktor 10 verringert; die Niederlande haben damit die niedrigste Kindstodrate in der westlichen Welt.

In Deutschland wird seit 1991 die Rückenlage als Schlafposition für den Säugling empfohlen. Zwischen 1991 und 2002 hat sich die Zahl der Kindstodfälle auch in Deutschland von 1285 Fällen 1991 auf 367 Fälle im Jahr 2002 reduziert (von 1,55 ‰ auf 0,51 ‰ Lebendgeborene), was oft auf die Empfehlung der Rückenlage und andere Präventionsmaßnahmen zurückgeführt wird.

(Quelle Wikipedia)

Es wird davon ausgegangen, dass die beeinflussbaren Risikofaktoren starken Einfluss auf diese Entwicklung haben.

Vorbeugende Maßnahmen zur Risikovermeidung

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Baby in Rückenlage

Schlafen in Rückenlage

Säuglinge sollten nicht in Bauchlage schlafen, da die Atmung dort flacher ist. Auch aus der Seitenlage kann sich ein Baby leicht auf den Bauch rollen, deswegen sollte das Kind nur auf dem Rücken schlafen.

Im Wachzustand kann das Kind natürlich auch mal auf dem Bauch liegen (damit trainiert es seine Rückenmuskeln).

Dann sollte man aber immer ein Auge auf das Kind haben, damit es in dieser Position nicht einschläft.

Schlafen im Schlafsack

Das Kind sollte nicht unter einer Decke schlafen, da der Säugling sich die Decke über den Kopf ziehen könnte und darunter ersticken kann.

Auch ein Kissen oder ein Kuscheltier könnten vom Kind über den Kopf gezogen werden und gehören nicht ins Kinderbett.

Lasse Dich in einem Fachgeschäft über den richtigen Schlafsack beraten, da er nicht zu groß sein darf (das Kind könnte dort hineinrutschen und ebenfalls ersticken).

Säuglinge gehören ins Kinderbett, nicht ins Elternbett

Das Kind könnte unter die Elterndecke geraten und dort keine Luft mehr bekommen, außerdem könnte das Kind überwärmt werden.

Das Kinderbett kann neben dem Elternbett im Schlafzimer stehen.

Überwärmung vermeiden

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Überwärmung vermeiden

Die Schlaftemperatur sollte bei 16 bis 18 Grad liegen. Um zu überprüfen, ob es Deinem Kind zu warm ist, kannst Du dem Baby zwischen die Schulterblätter greifen.

Wenn es dort schwitzt ist es zu warm.

Babys benötigen kein Kissen und keine Decke. Der Schlafsack reicht völlig aus.

Ein Verzicht auf Bettzeug schützt vor Überwärmung des Babys und stellt außerdem sicher, dass die Atmung nicht behindert werden kann.

Keine Bettumrandung (Nestchen)

Auch wenn diese natürlich sehr süß aussehen, sorgen sie für eine verminderte Luftzufuhr gerade im Kopfbereich.

Luftdurchlässige Matratze

Lasse  Dich bei dem Kauf der richtigen Matratze beraten und lege bitte keine Gummimatte auf die Matratze.

Rauchen

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Rauchen schadet Deinem Kind

Einer der größten Risikofaktoren des „Plötzlichen Kindstods“ ist das Rauchen.

Selbst wenn Du nur außerhalb der Wohnung rauchst, können Rauchbestandteile in Deiner Kleidung, Deinem Atem und Deinen Haaren Deinem Kind schaden.

Stillen

Wird das Baby innerhalb der ersten sechs Monate gestillt, ist das Risko eines „Plötzlichen Kindstods“ geringer.

Merke:

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Glückliche Familie

Wenn Du die 3R-Regel Rückenlage-Rauchfei-Richtig gebettet bei Deinem  Kind einhälst, ist die Wahrscheinlichkeit eines überraschenden Todes deutlich geringer.

 

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